Wir erforschen, wie aus Cyber-Signalen verantwortbare Entscheidungen werden.
Das Cyber Resilience Lab ist die unabhängige Forschungs- und Validierungsinitiative hinter LHINOS Cyber Commander. Gemeinsam mit Cybersecurity-Praktikern, Forschenden und Studierenden untersuchen wir, wie technische Evidenz, Organisationskontext, Unsicherheit und menschliche Autorität zu belastbaren Cyber-Entscheidungen verbunden werden können.
Detection ist noch keine Entscheidung.
Security-Stacks produzieren Signale. Organisationen müssen daraus unter Zeitdruck Bedeutung, Priorität und verantwortbare Handlung ableiten. Genau diese Übergänge wollen wir wissenschaftlich und praktisch prüfen — ohne bestehende Security-Systeme zu ersetzen.
Bestätigte Fakten, Schlussfolgerungen und Unknowns bleiben getrennt. Automatisierung folgt erst, wenn Evidenz, Grenzen und Fehlerrisiken verstanden sind.
Capability ≠ Authority. Analyse und Empfehlung können maschinell unterstützt werden; folgenreiche Freigaben bleiben bei den dafür autorisierten Menschen.
Cybersecurity ist adversarial. Modelle und Workflows müssen deshalb auch Manipulation, Datenlücken, Fehlalarme und widersprüchliche Evidenz aushalten.
Sechs Forschungsfelder. Eine zentrale Frage.
Wie sollten Menschen und AI Agents bei folgenreichen Cyber-Entscheidungen zusammenarbeiten, ohne menschliche Autorität abzugeben?
Wie kann AI Menschen unter Zeitdruck helfen, schneller zu verstehen und besser zu entscheiden – ohne Automation Bias zu verstärken?
Wie werden mehrere Signale zu einem belastbaren Incident, während Fakten, Schlussfolgerungen und Unknowns getrennt bleiben?
Wie sichern wir Agent Identity, Tool Access, Data Access, Memory, Kommunikation und Action Limits?
Welche Aktionen darf AI beobachten, empfehlen oder simulieren – und wo bleibt Human Approval zwingend?
Wie werden Incident, Entscheidung, Outcome, Lesson und Control Improvement zu überprüfbarem Cyber Memory?
Wie verändern Stress, Deepfakes, Impersonation, Unsicherheit und kognitive Verzerrungen Cyber-Entscheidungen?
Drei Ebenen. Eine gemeinsame Lernschleife.
Forschung, Engineering und Produkt bleiben bewusst getrennt. Das Lab stellt Fragen und falsifiziert Annahmen. AEGIS ist das kontrollierte Research-&-Engineering-Testbed. Cyber Commander ist das daraus entstehende Enterprise-Produkt.
Independent Research Initiative. Forschungsfragen, Experimente, Fellow Contributions und publizierbare Research Notes.
Research & Engineering Testbed. Synthetische Szenarien, Shadow-Tests, Evidence, Governance und technische Validierung.
Emerging Enterprise Product. Decision Intelligence for Cyber Resilience – mit kontrollierter, human-governed Einführung.
Aktuell arbeitet der Cyber-Ansatz im kontrollierten Shadow Mode. LHINOS analysiert und strukturiert, führt aber keine autonomen Cyber-Aktionen aus.
Vom Alert zur entscheidungsfähigen Situation.
Dieses Beispiel zeigt, wie aus vielen technischen Signalen eine klarere Entscheidungssituation werden kann. Es nutzt keine Live-Kundendaten.
Privilegierter Finance-Account · ungewohntes Sign-in-Muster · Zugriff auf kritischen Finance-Kontext.
Account Compromise ist möglich. Lateral Movement ist denkbar. Business Impact könnte hoch sein — noch nicht bestätigt.
Legitime Reise? MFA-Kontext? Device Trust? Datenzugriff nach dem Login? Weitere betroffene Identitäten?
Vor einer folgenreichen Maßnahme müssen Evidenz, Business-Auswirkung, Reversibilität und Autorität geklärt sein.
Eine kontrollierte Kette statt eines autonomen Sprungs.
Wir suchen Menschen, die LHINOS kritisch prüfen.
Gesucht sind Cybersecurity-Forschende, Security Engineers, Incident Responder, SOC-/Identity-Spezialisten, CISOs, Studierende und Human-Factors-Expertinnen und -Experten aus dem deutschsprachigen Raum und darüber hinaus.
Founding Fellows betreiben keine LHINOS-Infrastruktur, übernehmen keinen On-Call-Dienst und haben keine verpflichtenden Wochenstunden.
Ein Fellow kann genau einen Research Challenge, Architektur-Review, Threat-Model-Test oder eine Research Note bearbeiten.
Sinnvolle Beiträge können – mit Zustimmung – als Founding Fellow anerkannt werden und Zugang zu ausgewählten AEGIS-Research-Artefakten erhalten.
Wenn eine Annahme falsch ist, ist das ein Ergebnis. Findings werden nicht verändert, um eine kommerzielle Story zu stützen.
Vier Fragen für die erste Kohorte.
Kann ein AI-unterstützter Commander die Incident-Erfassung beschleunigen, ohne Entscheidungsqualität zu senken oder Automation Bias zu erhöhen?
Kann ein System bestätigte Security Evidence zuverlässig von Hypothesen und fehlenden Informationen trennen?
Wo kann AI unbeabsichtigt mehr Autorität erhalten als vorgesehen – über Tools, Egress, Agent Identity, Prompts oder Freigaben?
Welche Evidenz muss vorliegen, bevor bei einer privilegierten Identität eine Containment-Empfehlung wie Session Revocation angemessen ist?
Nicht: „Gefällt euch die Idee?“ Sondern: Wo bricht sie?
Eine Forschungsarchitektur für unterschiedliche Verantwortungsräume.
Cyber Commander soll dieselbe Governance-Logik für Unternehmen, Institutionen und Public Sector nutzbar machen. Das Lab untersucht dabei ausdrücklich, wie sich Zuständigkeit, öffentliche Verantwortung, KRITIS-Abhängigkeiten und organisationsübergreifende Koordination unterscheiden.
Der geschützte Raum für Cyber Research Collaboration.
Für vertiefte Zusammenarbeit nutzen wir den bestehenden LHINOS Research Deal Room. Dort können nach Review Forschungsfragen, Architekturkritik, Testpläne, Evidenzstände und Pilotvorschläge geteilt werden. Zugang ist geprüft und kann je nach Projekt NDA-, Datenschutz-, Ethik- oder Data-Sharing-Regeln erfordern.
